11.5.19 Klub Moozak @ Kugelmugel:

 

KLUB MOOZAK #99
11.05.2018 –  OPEN DOORS 19:00 CET / CONCERTS 20:30 – 22:00

KAJKYT (AT)
ELISABETH SCHIMANA (AT)
Eintritt: Freie Spende

REPUBLIK KUGELMUGEL / 1020 WIEN / PRATER HAUPTALLEE / Antifaschismusplatz 2

 

KAJKYT (AT)
 Der Komponist und Musiker Slobodan Kajkut hat vor kurzem auf seinem Label God Records mit „III“ das aktuelle Album seines Elektronikprojekts Kajkyt herausgebracht. In seinem Schaffen verbinden sich zeitgenössische Musik – er studierte u.a. bei Georg Friedrich Haas – mit Noise-Rock und experimenteller Elektronik, das sich seit 2008 auf acht Album-Veröffentlichungen dokumentiert. Über die Jahre hat Kajkut seine Musik so weit reduziert, bis nur noch das Nötigste übrig blieb.
Zeitgenössische Musik dient Kajkut als Ausgangsbasis, sich mit Spielformen experimenteller Popmusik und mit deren Bruchlinien zur Avantgarde auseinanderzusetzen. So waren frühe Solo-Werke stark von Dub geprägt und für das Ensemble Platypus schrieb er ein von The Velvet Underground inspiriertes Stück, das 2015 bei Wien Modern aufgeführt wurde. 2017 fand die Premiere von „Palast“ mit dem Kammerorchester der Kunstuniversität Banja Luka statt. Eine weitere aktuelle Produktion ist „20 Inventionen“, eine Performance- und Installationsserie für 20 Plattenspieler, auf denen je eine Single mit einem Piano-Stück läuft.
Auf „III“ lotet Kajkyt extrem reduzierte Drones und Pulsationen aus, die sich wie mikroskopische Aufnahmen (post-)industrieller Klangräume anhören: quasi Exerzitien in lärmender Stille.
(Heinrich Deisl)

 

 ELISABETH SCHIMANA (AT)
 Die Musikerin und Komponistin Elisabeth Schimana ist seit den 1980er Jahren als eine der österreichischen Pionierinnen der elektronischen Musik mit Projekten präsent, die sich durch einen radikalen Ansatz und eine ebensolche Ästhetik auszeichnen.
Schimana untersucht in ihrer künstlerischen Arbeit Fragen des Raums, der Kommunikation oder des Körpers in seiner An- bzw. Abwesenheit, insbesondere die Vermittlung kompositorischer Konzepte (Partituren), was zu völlig neuen Ansätzen führt, die das Hören experimentell ausloten und eine erhöhte musizierende Präsenz erfordern.
Schimanas mehrfach ausgezeichnete und international rezipierte Arbeit steht im Spannungsfeld von Komposition und freiem Spiel, nicht zu trennen von ihr als live Agierender, bezieht sich auf historische Positionen, verweigert sich aber jeglicher Vereinnahmung und besticht, eindringlich und reduziert, mit hoher Intensität.
(Milena Meller)

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